Die Klinikclowns im Mein Dahoam
Am 27. Januar wird es im Mein Dahoam ein wenig bunter, ein wenig lauter – und vor allem ein wenig leichter. Denn an diesem Tag kommen die Klinikclowns zu Besuch. Und wenn sie kommen, dann bringen sie etwas mit, das man nicht kaufen, nicht planen und nicht erzwingen kann: echtes, warmes, befreiendes Lachen.
Schon bevor sie den ersten Schritt über die Türschwelle machen, hört man sie. Ein Glöckchen hier, ein fröhliches „Hallooo?“ dort, ein Kichern, das sich wie ein neugieriger Sonnenstrahl durch die Flure tastet. Und dann stehen sie da: zwei Gestalten, die aussehen, als hätten sie die Farben des Regenbogens geplündert und sich gegenseitig angezogen.
Die Bewohnerinnen und Bewohner reagieren jedes Mal anders – aber immer besonders. Manche lächeln vorsichtig, als wollten sie testen, ob das wirklich für sie bestimmt ist. Andere lachen sofort los, als hätten sie nur auf diesen Moment gewartet. Und wieder andere tun so, als wären sie völlig unbeeindruckt… bis ein Clown sich neben sie setzt, die Augenbrauen hochzieht und mit verschwörerischer Stimme flüstert: „Ich glaube, du bist heute der Chef vom Lachen.“ Spätestens dann ist das Eis gebrochen.
Die Clowns haben ein Talent, das man nicht lernen kann: Sie sehen die Menschen. Nicht die Diagnosen, nicht die Einschränkungen, nicht die Sorgen. Sie sehen die Persönlichkeit, die dahinter steckt – und holen sie hervor wie einen Schatz.
Da ist Frau P., die kaum spricht, aber plötzlich ein Lied summt, weil der Clown ihr ein rotes Tuch schenkt und sagt, es sei ein „Zauberfaden für Mut“. Da ist Herr K., der sonst so ernst ist, aber jetzt mit einem Clown um die Wette Grimassen schneidet. Und da ist Frau F., die leise sagt: „Ihr seid verrückt.“ Der Clown antwortet: „Ja. Aber wir teilen gern.“
Für einen Moment wird das Haus zu einem Ort, an dem Sorgen Pause machen. Ein Ort, an dem man wieder Kind sein darf. Ein Ort, an dem Lachen nicht nur erlaubt ist, sondern ansteckend.
Wenn die Klinikclowns am Ende wieder gehen, lassen sie nichts zurück – und gleichzeitig ganz viel: ein warmes Gefühl im Bauch, ein Lächeln, das noch nachklingt, und die Erinnerung daran, dass Freude manchmal nur eine rote Nase entfernt ist.
Am 27. Januar wird das Mein Dahoam wieder ein bisschen heller. Und vielleicht, ganz vielleicht, bleibt ein kleines bisschen Clownsmagie noch länger im Haus.