Sterne zum Abschied

 

„Sie wer­den uns sehr fehlen“ – mit diesen Worten ver­ab­schiede­ten sich die Bewohner­in­nen und Bewohn­er unseres Senioren- und Pflegezen­trums von Pfar­rerin Ute Heubeck.

In ihrer Predigt nahm sie uns zuvor mit hinein in die Gedanken­welt von Diet­rich Bon­ho­ef­fer. Sie erin­nerte daran, dass Men­schen oft nur die äußere Hülle sehen – Klei­dung, Rolle, Ver­hal­ten –, doch Gott sieht das Herz, die Wahrheit des Men­schen. Mit dieser Botschaft schenk­te sie ihren Zuhörerin­nen und Zuhör­ern Mut: Denn Gott erken­nt die Liebe, die in jedem Herzen wohnt, die Liebe, die jed­er von uns gegeben hat, und die Erfahrun­gen, die wir im Laufe des Lebens gesam­melt haben. Das ist unser wahrer Wert – ein Wert, der niemals verge­ht.

Mit zwei Liedern ver­ab­schiede­ten sich die Senior­in­nen und Senioren von ihrer Pfar­rerin. Beson­ders berührend war das Lied „Möge die Straße uns zusam­men­führen“, das sich Frau Heubeck ins­ge­heim gewün­scht hat­te. Der Bewohn­er­chor stimmte es gemein­sam mit allen Gottes­di­en­st­be­such­ern an. Anschließend erk­lang „Dona nobis pacem“ als Kanon – und alle erwiesen sich als ver­sierte Sän­gerin­nen und Sänger, die mit viel Herz san­gen.

Doch damit war der Abschied noch nicht zu Ende: Pfar­rerin Heubeck erhielt von allen gemein­sam ein Ton­schild mit dem Wort „Danke“. Stephan Oerder vom Heim­beirat sprach eine kleine Rede und würdigte sie mit den Worten: „Sie sind ein wun­der­voller Men­sch.“ Jed­er Wohn­bere­ich hat­te ein Abschieds­geschenk vor­bere­it­et – Sterne, die für Licht und Hoff­nung ste­hen. Das Betreute Wohnen über­re­ichte liebevolle Worte und einen Blu­men­strauß, und die Gäste der Tage­spflege über­rascht­en mit selb­st­gemachter Marme­lade.

Von all diesen Gesten tief bewegt, lud Pfar­rerin Ute Heubeck die Senior­in­nen und Senioren her­zlich ein, am 11. Jan­u­ar 2026 auch in ihrer Kirchenge­meinde Abschied zu nehmen.